Kreissportjugend im KSB "Saale/Schwarza" e.V.
Kreissportjugend im KSB "Saale/Schwarza" e.V.

5. August 2012

Die Reise geht weiter

Nach dem letzten leckeren Frühstück in der Kinder- und Jugenderholung geht die Reise heute weiter.

Nachdem Busfahrer Wilfried seine Einpackkünste mit den großen Koffern wieder unter Beweis gestellt hatte, nahmen wir Abschied von Dittrichshütte und machten uns über Berge und Täler auf nach Ilmenau, das wir nach Umleitungen endlich erreichten. Hier erwartete Susanne Mößner (Sportjugendkoordinatorin Ilm-Kreis) und Ute Oberhoffner die Gruppe am Schülerfreizeitzentrum zum zweiten Teil der Thüringen-Tour ...

Vielen Dank - liebe japanische Sportler, lieber Herr Onodera, lieber Gunnar und lieber Wilfried - für diese schöne Woche mit Euch. Ich wünsche Euch eine schöne zweite Woche in Thüringen. 

Foto/Text: Beate Breuer

4. August 2012

Die Stadt von Goethe und Schiller - Weimar entdecken

Heute wollen wir die Thüringer Klassikerstadt Weimar kennenlernen. Dazu erwartet uns Sportjugendkoordinatorin Elke Elling (KSJ Weimarer Land), die ihr Weimar bestens kennt und es uns gerne zeigen möchte.

In der Stadt angekommen, treffen wir Elke am berühmten Frauenplan. Nach der kurzen Begrüßung begleitet sie uns zu unserer ersten Station dem Goethehaus – ein Muss für jeden Weimarbesucher. Hier haben wir für die Gruppe kostenfrei den Eintritt erhalten. Vielen Dank für diese Unterstützung. Interessiert schauen sich alle die Wohnräume Goethes und seiner Frau, das Arbeitszimmer und die Bibliothek und den in allen Farben blühenden Hausgarten an. Hier hatte der in aller Welt berühmte Dichter fast 50 Jahre bis zu seinem Tod im Jahre 1832 gelebt und gearbeitet.

Unsere nächste Station war der beschauliche Hof vom kleinen Ginkgo-Laden. Hier war für ein zünftiges Thüringer Mittagessen schon alles vorbereitet. Als erstes gab es ein kleines Bratwurst-Seminar. Die wichtigste Thüringer Spezialität will ja fachgerecht gegessen werden. Wie zu erwarten, waren auch die japanischen Gaumen von Bratwurst und Rostbrätl gegeistert.

In gemütlicher Runde wurde dann über den Ginkgobaum gesprochen und Goethes Gedicht „Ginkgo biloba“ aus in japanischer Sprache vorgetragen. Zur Erinnerung schenkte Vera es jedem aus der Gruppe zur Erinnerung an diesen sonnigen Tag.



Elke führte uns dann auf verschlungenen Wegen durch ihr Weimar an der Anna Amalia-Bibliothek vorbei über den Platz der Demokratie bis zum Residenzschloss und weiter zum Marktplatz mit dem Rathaus und seinem Glockenspiel aus Meissner Porzellan, dann an Schillers Wohnhaus vorbei zum Nationaltheater mit der berühmten Plastik der beiden Dichter, gegenüber das Bauhaus-Museum und weiter zur Herder-Kirche und den Kirms-Krackow-Haus mit seinem schönen Innenhof und Garten bis schließlich zum modernen Weimar-Atrium und den hier aufgestellten beiden Teilstücken der Berliner Mauer. Überall hatte Elke Geschichten und Anekdoten parat, viel Wissenswertes aus alter und neuer Zeit zu berichten. Eigentlich war die Zeit viel zu kurz und das Wetter zu heiß, um alles zu erkunden. Weimar ist unbedingt wieder eine Reise wert.



In Dittrichshütte zurück hieß es dann vor den Abendessen wieder die Koffer packen. Der erste Teil der Thüringern-Tour neigte sich seinem Ende. Mit bewegenden Worten schilderten die jungen Japaner ihre Erwartungen mit denen sie hierhergekommen waren und ihre Erlebnisse in den letzten Tagen. Vor allem auch durch die gute und unermüdliche Arbeit von Dolmetscher Gunnar haben sie viel über Thüringen und seine geschichtsträchtigen Orte und Sehenswürdigkeiten erfahren. Das gemeinsame Sport treiben und die Begegnung mit den deutschen und französischen Kindern wurden besonders gelobt.

Der Besuch im größten Märchenbuch war dann der besondere Abschluss des Tages. Japanische Kinder kennen unsere deutschen Märchen in ihrer Muttersprache. So waren im Internet dank Gunnar schnell die japanischen Texte von „Frau Holle", „Rotkäppchen" und den „Sieben Geißlein" gefunden. Mit großer Begeisterung lasen die Jungen sich die Märchen gegenseitig vor und Herr Onodera meinte: „die Märchen kenne ich schon aus meiner Kinderzeit und wusste gar nicht, dass es deutsche Märchen sind."

Fotos: Toi, Beate Breuer/Text: Beate Breuer



3. August 2012

Greifenstein, Bergbahn, Feuerwehr und Länderspiele

Unsere Reiseroute führte uns heute Vormittag über den Einkaufsstopp bei Netto zur Burg Greifenstein. Leider war der Falkner schwer erkrankt, so dass die Flugvorführung ausfallen musste. Die Greifvögel schauten wir uns im großen Burghof aber trotzdem an. Wir erkundeten den Aufbau der wehrhaften Burganlage, informierten uns über ihre Geschichte im Museum und genossen den Blick vom Turm auf die reizvolle Landschaft um Bad Blankenburg. Die große Steinkugel, die im Mittelalter von Steinschleudern verschossen wurde, und die mittelalterlichen Waffen, vor allem der Morgenstern, sorgten für Erstaunen.

Dann fuhren wir in die Landessportschule. Während die Jungen Pedalos und verschiedene Sportgeräte ausprobierten, wurde im Büro der Kreissportjugend das Mittagessen – heute mit der asiatischen Nudelsuppe Ramen – vorbereitet.

Durch das Schwarzatal gelangten wir dann zur Talstation der Oberweißbacher Bergbahn. Die Fahrt zur Bergstation Lichtenhain beeindruckte alle. Im Maschinenhaus erhielten wir Einblick in die Technik der Bergbahn und setzten dann die Fahrt mit dem Triebwagen bis nach Cursdorf fort. Vielen Dank an Geschäftsführer Herrn Möller für dieses schöne Erlebnis.

Bei schönstem Sommerwetter ging es nun auf die Snow-Tubinganlage. Hier konnten die japanischen Fußballer vergnügt die 200 m Abfahrt mit ca. 21% Gefälle auf den knallroten Reifen genießen.

Beim Glasbläser wurden anschließend typische Geschenke für die Familien daheim eingekauft.

In Sitzendorf bog der Busfahrer dann in eine schmale Straße ab und hielt planmäßig vor dem Feuerwehrgerätehaus.

Hier wurde die Gruppe bereits von drei Kameraden der Feuerwehr und Jugendfeuermitglied Thor-Ralf erwartet. In den vergangenen Tagen hatte ich manchmal von meiner ehrenamtlichen Arbeit erzählt. Nun konnte sich die Gruppe selbst ein Bild vom Löschfahrzeug und seiner Ausrüstung, von den Aufgaben der Feuerwehr und ihren Einsätzen machen. Der krönende Abschluss war dann die kurze Ausfahrt mit der Feuerwehr.

Schon beim Abendbrot in der Kinder- und Jugenderholung wurde die japanische Gruppe an die am Vortag vereinbarten Freundschaftsspiele erinnert. Die deutschen Kinder winkten schon von Fußballfeld und die französischen Gäste warteten auch schon auf das Match. Schnell waren alle Rucksäcke und Einkäufe im Zimmer verstaut und schon ging es zum Fußballplatz. Herr Onodera leitete souverän die Spiele. Die japanische Mannschaft stellte ihre Qualität und das lange gemeinsame Training eindrucksvoll gegen die deutsche und die französische Mannschaft unter Beweis. Drei französische Mädchen wurden bald zu Japanfans und die französische Betreuerin war vom gemeinsamen Spiel der Jugendlichen sehr begeistert. So ging wieder ein erlebnisreicher Tag zu Ende.

Fotos/Text: Beate Breuer

2. August 2012

Anstrengung und Erholung am Thüringer Meer

Nach dem Frühstück fuhren wir heute an das schöne Thüringer Meer.

Die erste Station war der Kletterwald in Saalburg. Nach der Einkleidung mit der Schutzausrüstung und der Einweisung in die Regeln und Kletterelemente ging es auch schon los. Alle Jungen durften nun Mut und Geschicklichkeit in den unterschiedlich schweren Parcours beweisen. Sie motivierten sich gegenseitig, baten um Hilfe und waren sich oft nicht sicher, wie sie die Hindernisse bewältigen sollen. Aber wie erwartet meisterten alle die neue sportliche Herausforderung mit viel Spaß. Die besten Strategien diskutierend und mit strahlenden Augen kehrten alle unbeschadet zum Ausgangspunkt zurück. In Japan kennt man die bei uns nun schon recht bekannten Kletterparks so nicht, berichtete der Gruppenleiter Herr Onodera.

Nach dem Mittagessen im Seesport- und Erlebnispädagogischen Zentrum Kloster ging es dann auf und im Wasser zur Sache. Zuerst musste die Ausrüstung – das lange Drachenboot, der kleine Sitz für den Trommler, die Trommel und natürlich Paddel – mit vereinten Kräften zum Wasser gebracht werden. Unter Anleitung von Klaus fuhren wir dann auf den größten Stausee Deutschlands hinaus. Unter einer großen Straßenbrücke hindurch und am geologischen Aufschluss – den steinernen Rosen – vorbei erreichten wir die Badestelle. Mutig begab sich alle in die Fluten. Dabei wurde viel gescherzt bis die ersten dunklen Wolken aufzogen, die zur eiligen Rückfahrt mahnten. Mit motivierenden Kommandos und konstantem Trommelschlag gab Herr Onodera den Paddeltakt vor. Voller Power gegen den zunehmenden Wind zog das Boot seinen Weg durch das vom Schieferuntergrund

dunkelgraue Wasser. Aber auch der Himmel wurde immer dunkler bis es schließlich anfing zu regnen. Die Mannschaft gab ihr Bestes und erreichte pitschnass wieder das Ufer. Schnell war die Ausrüstung wieder verstaut und die trockenen Sachen angezogen. Mit einem Dankeschön an Klaus und Robert traten wir die Rückfahrt an, die uns entlang der Stauseen führte. An der Hohenwarte-Staumauer gab es für alle Sportler ein wohlverdientes Softeis. Alle staunten über die Höhe der Staumauer.

Über Saalfeld führte uns die Route zurück nach Dittrichshütte, wo die Jungen von der deutschen Kindergruppe schon sehnlichst zum Spielen und Toben auf der Hüpfburg erwartet wurden.

Fotos: Wilfried Langhan, Beate Breuer/Text: Beate Breuer



1. August 2012

Feenstaub, Mikroskopbauer, Kosmonauten und ein Fußballfest

Heute führte uns der Weg zuerst nach Saalfeld in die farbenprächtigen Feengrotten. Von der Fee mit Feenstaub begrüßt begleitete uns der Bergmann durch die geheimnisvolle Welt unter Tage, erklärte die schwere Arbeit der Bergleute und die Entstehung der Grotten. Johanna Klier von der ThSj begleitete uns durch diese farbenreiche Wunderwelt mir ihren Staktiten und Stalgmiten, die im Märchendom besonders prächtig aussehen.

Beim Stopp in Kahla gab es eine weitere Spezialität der Region zu entdecken. Die Keks von Grisson schmeckten allen prima und wurden als Geschenke für die Familien zu Hause fleißig eingekauft.

Eine wichtige Keimzelle der heutigen Wissenschafts- und Industriestadt Jena – die historische Werkstatt vom Hof- und Universitäts-Mechanicus Meister Carl Zeiss – zeigt uns Frau Ebert im Optischen Museum. Viele Experimente und Ausstellungsstücke entdeckten die japanischen Sportler dann mit der elektronischen Erklärung in ihrer Muttersprache.

Danach bot die Goethe-Galerie viel Gelegenheit zum Shoppen bevor wir vorbei an den historischen Stadttoren und dem Botanischen Garten das Planetarium erreichten. Hier erfuhren wir in beeindruckenden Bildern viel Wissenswertes über die Entdeckung des Weltraums von ihren Anfängen bis zur ISS in unseren Tagen.

Der Höhepunkt des Tages stand den japanischen Fußballern noch bevor. Sie waren zum Länderspiel Japan gegen den SV Niederkrossen eingeladen. 

Nach kleinen Sprachanimationsspielen zum Kennenlernen ging es unter den kritischen und begeisterten Blicken der Eltern und Einwohner des kleinen Ortes richtig zur Sache. In der ersten Halbzeit in den Ländermannschaften, anschließend in gemischten Formationen und beim Elfmeterschießen gaben die über 20 Jungen und ein Mädchen ihr Bestes. Eigentlich wollten sie kein Ende finden, aber die Familienpizzas warteten auf die hungrige Truppe. Zum Abschluss wurden dann zwei Bälle jeweils mit den Unterschriften der Mannschaften getauscht, die in den Vitrinen der Sportvereine in Ishinomaki und Niederkrossen sicher ihren Ehrenplatz bekommen werden.

Müde aber glücklich traten wir nach einem langen Tag und dem bewegenden Abschied in Niederkrossen die Rückreise nach Dittrichshütte an.

Fotos/Text: Beate Breuer

31. Juli 2012

Rodelbahn, Heidecksburg, SaaleMaxx und der Empfang in Bad Blankenburg

Heute entdecken wir als erstes das Gelände der Kinder- und Jugenderholung in Dittrichshütte – und natürlich endet der Rundgang an der Rodelbahn. Erst zaghaft und dann immer mutiger sausten die Jungen ins Tal. Auch Herr Onodera, Herr Kieß und der Busfahrer sind mit von der Partie und kamen mit einem Lächeln wieder oben an.

Danach wurden wir in Rudolstadt auf Schloß Heidecksburg erwartet. Frau Lauterbach führt uns durch die prunkvollen Festräume und erklärt wie die Fürsten früher im Schloß lebten. Nach der Besichtigung der Waffensammlung und der Burgkapelle fand die Sammlung Rokoko in Miniature das besondere Interesse der Jungen. Mit Blick auf Rudolstadt gab es dann zum Mittag ein Picknick im Park bevor wir uns gemeinsam auf den Weg hinunter die Stadt machten.

Über den Marktplatz mit den historischen Häusern, vorbei am Gericht führte der Weg ersteinmal zur Galaria Rudolstadt mit etwas Zeit zum Shoppen und dann am Thüringer Landestheater vorbei weiter zum Busbahnhof.

 

Nach kurzer Busfahrt erreichten wir das SaaleMaxx. Auf Einladung des Rudolstädter Bürgermeisters gab es nun 2 Stunden Wasservergnügen pur. Die Rutschen waren natürlich das beliebteste Ziel der Fußballer und wurden ausgiebig genutzt. Nicht schlecht staunten die deutschen Gäste, als mit der Lautsprecherdurchsage in Japanisch die schöne Zeit schon wieder zu Ende ging.

 

Nun machten wir uns auf den Weg nach Bad Blankenburg. In der Lavendel- und Fröbelstadt wurden die japanischen Gästevom Bürgermeister Frank Persike – der auch der Vorsitzende des Kreissportbundes „Saale/Schwarza" ist – herzlich willkommen geheißen. Der stellvertretende Vorsitzende der Thüringer Sportjugend Dirk Honnef und Johanna Klier von der Geschäftsstelle der ThSj sowie der Vorsitzende der Kreissportjugend Karl-Heinz Barth und die Vereinsberaterin Consuela Barth waren zur Begrüßung angereist. Der Bürgermeister versprach 3 Besonderheiten, die es im Rathaus zu entdecken gibt. Der ehemalige Rathausbrunnen, der Saal in dem Friedrich Fröbel den ersten Kindergarten der Welt gründete und die Schmetterlingssammlung vom Ehrenbürger Dr. Steuer fanden das Interesse aller.

In ihren Grußworten würdigten Dirk Honef und Karl-Heinz Barth die Bedeutung des Austausches und wünschten der Gruppe erlebnisreiche Tage in Thüringen insbesondere erst einmal im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, in Jena und Weimar. Natürlich gab es zur Erinnerung auch schöne und nützliche Gastgeschenke von der Stadt Bad Blankenburg, von der Thüringer Sportjugend, der Kreissportjugend Saale/schwarza und der Kreissparkasse Saalfeld-Rudolstadt. Der japanische Gruppenleiter bedankte sich mit bewegenden Worten und überreichte einen Bildband „Ishinomaki vor und nach der Flutwelle vom 11. März 2011“ sowie das T-Shirt mit der bezeichnenden Aufschrift „Ishinomaki – wir schaffen das“.

 

Fotos: Gunnar Kieß, Beate Breuer, Johanna Klier/Text: Beate Breuer

30. Juli 2012

Frankfurt und die Weitereise nach Thüringen

Bei der Stadtrundfahrt lernten alle Gruppen der Japanisch-Deutschen Sportjugendbegegnung erst einmal die Metropole Frankfurt am Main mit ihrer beeindruckenden Skyline kennen. Am Japanhaus vorbei führte der Weg dann direkt zum Römer.

Der Oberbürgermeister der Stadt empfing im Kaisersaal die Delegation im Beisein vom japanischen Vizekonsul, dem Präsident der Deutsch-Japanischen Gesellschaft und weiteren Repräsentanten. Mit herzlichen Worten hieß er die Kinder und Jugendlichen willkommen. Info Weiß der Vorsitzende der Deutschen Sportjugend und Präsidiumsmitglied des DOSB ließ es sich nicht nehmen von den Olympischen Spielen in London nach Frankfurt zu kommen um die japanischen Freunde zu begrüßen, während er an die 40jährige Freundschaft der DSJ zur Japan Junior Sports Clubs Association erinnerte

und betonte das es ein Herzensbedürfnis war den japanischen Freunden nach der verheerenden Katastrophe vom 11. März 2011 zu helfen. Der Delegationsleiter Herr Fumiaki Tanifuji bedankte sich nochmals herzlich für die Einladung der japanischen Kinder nach Deutschland und versicherte, dass sie aus ihren Erlebnissen in Deutschland und den sportlichen Begegnungen viel Kraft schöpfen werden.

Nach dem Mittagessen in der Sportschule verabschieden wir uns in Frankfurt. Mit unserem Busfahrer Wilfried Langhammer ist unser kleines Team nun vollständig und wir treten die Weitereise nach Thüringen an. Beim Zwischenstopp besichtigen wir die Schloßkapelle in Saalfeld.

 

In der Kinder- und Jugenderholung in Dittrichshütte schlagen wir dann unser Quartier für die nächsten 6 Tage auf.

Vor dem Abendessen gab es für unser Geburtstagskind Takuya Okuda dann noch einen Geburtstagskuchen mit 15 brennenden Kerzen als Überraschung. Der Kuchen schmeckte allen „oischii-dessu" – also sehr gut.

Fotos/Text: Beate Breuer

29. Juli 2012

Japanische Gäste sind angekommen

Heute landete die Delegation aus Japan planmäßig in Frankfurt und wurde dort von den Verantwortlichen der Hessischen Sportjugend und den Dolmetschern in Empfang genommen.

Im Sporthotel angekommen konnten sich die Mädchen und Jungen gleich nach der Ankunft bei verschiedenen Trendsportangeboten (Slackline, Bouncer-Ball, Kistenklettern, Baseball, Streetsoccer u.a.) vom langen Flug erholen.

In der Zwischenzeit wurde der Saal für das Begrüßungsessen ländertypisch geschmückt.

Für Thüringen waren das der Wimpel der Thüringer Sportjugend als Erkennungszeichen, die Prospekte der Städte, die die Gruppe besuchen wird – natürlich auch in japanischer Sprache – und als Spezialität aus der Region

Dank dem Saalfelder Schokoladenwerk die leckeren Nougattütchen.

So bekamen die Jugendlichen und ihre Betreuer einen ersten Eindruck von ihren 7 Gastgeberbundesländern als sie sich dann mit den Dolmetschern und Betreuern aus den Regionen trafen.

Für Thüringen durfte ich die Gruppe Miyagi A in Empfang nehmen. Mit den 11 Jungen von der Kaihoku Fußballclub Sportjugend und ihrem Betreuer Herrn Chiyosu Onodera werde ich nun die ganze nächste Woche verbringen und unsere schöne Gegend erkunden. Unverzichtbare Unterstützung bekommen wir dabei von unserem Dolmetscher Gunnar Kieß.

Fotos/Text: Beate Breuer



26. Juli 2012

Eine Japanische Gruppe aus Miyagi wird in Thüringen erwartet

Natürlich beteiligt sich auch die Thüringer Sportjugend am Hilfsprojekt für die japanischen Sportler. Die Kreissportjugenden Saale/Schwarza, Ilmkreis und Gotha betreuen unterstützt vom Weimarer Land vom 30. Juli bis zum 9. August die Gäste und haben dafür ein umfangreiches Programm mit Besichtigungen von Thüringer Sehenswürdigkeiten, sportlichen Angeboten und Begegnungen mit deutschen Kindern vorbereitet.

Begleitet werden sie dabei in der ersten Woche von Kreissportjugendkoordinatorin Beate Breuer und während der zweiten Etappe von Sportjugendkoordinatorin Susanne Mösner und Ute Oberhoffner, Präsidiumsmitglied für Kinder- und Jugendsport des LSB Thüringen.

Die 11 jungen Fußballer und ihr Betreuer Herr Onodera aus der von der Flutwelle fast komplett zerstörten Stadt Ishinomaki sollen sich in Thüringen von den schrecklichen Erlebnissen ein wenig erholen und vor allen neue Kraft schöpfen.

In den folgenden Tagen soll an dieser Stelle als Tagebuch über die Erlebnisse zu lesen sein.

Text: Beate Breuer

25. Juli 2012

Deutscher Sport empfängt japanische Kinder aus Fukushima

(Frankfurt: DSJ) 70 japanische Kinder aus dem Katastrophengebiet rund um Fukushima nehmen vom 29. Juli bis 10. August 2012 an einer sportlichen Erholungsfreizeit im Rahmen des Hilfsprojekts des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) teil. Die Kinder sollen von den schrecklichen Ereignissen im März 2011 Abstand gewinnen können.

 

Wenige Tage nach dem verheerenden Tsunami und der darauf folgenden Reaktorkatastrophe in Japan hatter der DOSB als erste Hilfsmaßnahme 100.000 EURO aus der Stiftung Deutscher Sport zur Verfügung gestellt und gleichzeitig seine Stiftung Deutscher Sport zur Verfügung gestellt und gleichzeitig seine Mitgliedsorganisationen und die Öffentlichkeit aufgerufen, auf ein extra eingerichtetes Konto zu spenden.

 

Die aktuelle Hilfsaktion des DOSB und der Deutschen Sportjugend (dsj) wird in Zusammenarbeit mit vielen Mitgliesorganisationen und Partnern umgesetzt. Empfangen werden die Kinder von den Sportjugenden aus Bayern, Berlin, Hessen, Niedersachsen, Nordreihn Westfalen, Schleswig Holstein und Thüringen. Gefördert wird die Maßnahme vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), dem Deutschen Karate Verband, von Bogner, Ibis, Mitsubishi und Toyota sowie durch zahlreiche Spenden von Einzelpersonen.

 

Seit 40 Jahren unterhält die Deutsche Sportjugend im DOSB enge freundschaftliche Beziehungen mit der Japanischen Sportjugend. Für den Vorsitzenden der Deutschen Sportjugend, Ingo Weiss, ist es selbsverständlich, dass "sich befreundete Sportverbände insbesondere auch in schwierigen Zeiten gegenseitig unterstützen. Die Kinder werden hier in Deutschland zwei außergewöhnliche Wochen erleben und hoffentlich die breite Unterstützung aus den Strukturen des Sports erleben." Es sei ein gutes Gefühl zu spüren, dass man in einer schwierigen Situation nicht alllein dastehe, sondern dass auch über Tausende von Kilometern entfernt Manschen an einen denken und mit einem fühlen.

 

Die Kinder werden die Möglichkeit haben, sich in Deutschland von den Strapazen im eigenen Land zu erholen und eine schöne Zeit mit einem abwechslungsreichen Programm zu erleben, um anschlließend gestärkt in ihre Heimat zurück kehren. Etwa 16 Monate nach der den Natur- und Atomkatastrophen in Nordjapan ist die Lage in den Regionennoch weit von der Normalität entfernt. Die Erdbeben und der Tsunami haben am 11. März 2011 in den Präfekturen Fukushima, Iwate und Miyagi schreckliche Verwüstungen hinterlassen. Dadurch haben Tausende von Einwohnern in den betroffenen Regionen alles verloren, viele leben auch heute noch in provisorischen Wohnungen.

 

Das Programm beginnt am 30. Juli für die Gäste mit einem Rathausempfang im Frankfurter Römer. Anschließend reisen sie in sechs Kleingruppen in die Bundesländer der Gastgeber der Regionalprogramme. Die Hilfsaktion endet am 9. August wieder in Frankfurt am Main mit einer großen Sayonara-Party.

 

Nach wie vor kann für die Hilfsaktion gespendet werden:

 

Stiftung Deutscher Sport

Kontonummer: 96182600

BLZ: 500 800 00

Dresdner Bank, Frankfurt am Main

Stichwort: Japanhilfe